30. Januar 2026, 11:24 Uhr
Ich habe seit einigen Tagen nichts mehr geschrieben, weil es nichts gab, was es festzuhalten lohnte. Die Gedanken waren träge. Vielleicht nach der langen Strecke der Kreativität. Ich fiel von Tag zu Tag und erledigte nur Kleinigkeiten. Wichtige Dinge. Dinge, die liegen geblieben waren. Und trotzdem türmt sich der Papierkram weiter, wuchert, breitet sich aus. Je länger ich ihn liegen lasse, desto tiefer schlagen seine Wurzeln. Er krallt sich fest, wird zu einem Gebilde, bei dem ich den Ursprung nicht mehr finde. Es dauert, bis man das Gestrüpp entwirrt. Ich sollte bald daran gehen, bevor es nicht mehr zu stutzen ist. Oder nur noch mit schweren Maschinen.
Vor drei Tagen, als die Tage lang und die kreativen Momente kurz waren, habe ich das Manuskript für REDRUM hervorgeholt und angefangen, es noch einmal zu lesen. Und was soll ich sagen: Ich bin immer noch begeistert. Aber mehr noch – durch die kreative Phase, die ich neu entdeckt und ausgebaut habe, sehe ich jetzt, wo ich es verbessern kann. Und das tue ich gerade. Ich bin gespannt, wenn ich die einzelnen Szenen später in der Bild-KI zum Leben erwecken kann.
Außerdem habe ich für VOLLBLUTBULLE Bilder erzeugen lassen. Für WUT werde ich das ebenfalls tun. Aber alles Stück für Stück. Ich habe gerade kein Ziel. Keine klare Richtung. Die nächste Etappe in diesem Jahr wird die Kur sein, ab dem 18.02. Bis dahin werde ich keine großen Termine mehr haben und einfach in den Tag hineinleben.
Ich habe mir bereits einen Plan erarbeitet, wie ich diese Zeit verarbeiten will. Dazu habe ich mir Die Anstalt von Katzenbach gebraucht bestellt. Für 30 Cent. Ja – alte, abgegriffene Taschenbücher sind etwas Besonderes.