Samstag, 31. Januar 2026

30. Januar 2026, 11:24 Uhr

Ich habe seit einigen Tagen nichts mehr geschrieben, weil es nichts gab, was es festzuhalten lohnte. Die Gedanken waren träge. Vielleicht nach der langen Strecke der Kreativität. Ich fiel von Tag zu Tag und erledigte nur Kleinigkeiten. Wichtige Dinge. Dinge, die liegen geblieben waren. Und trotzdem türmt sich der Papierkram weiter, wuchert, breitet sich aus. Je länger ich ihn liegen lasse, desto tiefer schlagen seine Wurzeln. Er krallt sich fest, wird zu einem Gebilde, bei dem ich den Ursprung nicht mehr finde. Es dauert, bis man das Gestrüpp entwirrt. Ich sollte bald daran gehen, bevor es nicht mehr zu stutzen ist. Oder nur noch mit schweren Maschinen.

Vor drei Tagen, als die Tage lang und die kreativen Momente kurz waren, habe ich das Manuskript für REDRUM hervorgeholt und angefangen, es noch einmal zu lesen. Und was soll ich sagen: Ich bin immer noch begeistert. Aber mehr noch – durch die kreative Phase, die ich neu entdeckt und ausgebaut habe, sehe ich jetzt, wo ich es verbessern kann. Und das tue ich gerade. Ich bin gespannt, wenn ich die einzelnen Szenen später in der Bild-KI zum Leben erwecken kann.

Außerdem habe ich für VOLLBLUTBULLE Bilder erzeugen lassen. Für WUT werde ich das ebenfalls tun. Aber alles Stück für Stück. Ich habe gerade kein Ziel. Keine klare Richtung. Die nächste Etappe in diesem Jahr wird die Kur sein, ab dem 18.02. Bis dahin werde ich keine großen Termine mehr haben und einfach in den Tag hineinleben.

Ich habe mir bereits einen Plan erarbeitet, wie ich diese Zeit verarbeiten will. Dazu habe ich mir Die Anstalt von Katzenbach gebraucht bestellt. Für 30 Cent. Ja – alte, abgegriffene Taschenbücher sind etwas Besonderes.

Samstag, 24. Januar 2026

24. Januar 2026, 20:47 Uhr

Nachtrag.

Ich habe es endlich getan. Das endliche Leben ist an die renommierte Literaturagentur Geab & Eggers verschickt.
Die E-Mail war eigentlich schon seit heute Morgen fertig. Alle Anlagen bestimmt hundertmal kontrolliert. Das Anschreiben. Die Betreffzeile. Und dann diese scheinbar banale, aber alles entscheidende Frage: Wie spricht man an?

Sehr geehrte Damen und Herren?
Sehr geehrtes Lektoratsteam?
Sehr geehrtes Geab-&-Eggers-Team?

Ich hatte keine Ahnung. Und genau da zeigt sich wieder dieses Muster: die Details. Jedes Detail zählt. Jedes Komma. Jeder Satz. Jeder Absatz. Und sogar die Leere zwischen den Zeilen. Ich habe gefeilt, geändert, verworfen, neu geschrieben. Nicht aus Angst vor Ablehnung, sondern aus Respekt vor dem Text. Und vielleicht auch vor mir selbst.

Jetzt ist es raus.
Und ich bin immer noch müde.

24. Januar 2026, 13:30 Uhr

Die letzten Tage waren leer.

Das endliche Leben wurde in der dritten Runde und durch mich in der vierten final bearbeitet und abgeschlossen. Das leere Blatt ist weg, bei SB zur Korrekturlesung. SINNBILD ist in der finalen Endphase zum Relaunch – morgen ist es so weit.

Und ich?

Statt Euphorie: Leere.

Projekte, die mich das letzte halbe Jahr getragen haben, sind abgeschlossen. Eigentlich sollte sich bei Abschlüssen ein anderes Gefühl einstellen. Erleichterung. Stolz. Vielleicht sogar Freude. Aber stattdessen wurde mir ein großer Teil meiner Aufgabe genommen. Etwas, das mich strukturiert hat, mich zusammengehalten hat.

Ich sollte jetzt glücklich sein. Ich habe viel geschafft. Und doch ist da diese innere Unruhe, die mich umtreibt. Ich befinde mich wieder in einer Phase, in der nichts passiert. In der ich nicht kreativ bin.

Was ist der Mensch, wenn er seiner Aufgabe entledigt ist?

Kommt irgendwann wieder diese Phase zurück, in der mich die Leidenschaft packt, in der es nichts anderes gibt als Schreiben? In der alles andere stillsteht? Oder ist genau das der Preis dafür, so intensiv gearbeitet zu haben?

Andere Dinge liegen bereit. Sie haben keine Eile. Vielleicht sollte ich sie jetzt erledigen – in dieser leeren Phase –, um Platz zu schaffen für etwas Neues. Raum. Stille. Möglichkeiten.

Und so merke ich, wie nah ich plötzlich meinem eigenen Protagonisten bin.
Dem, der mit seinen Geistern ringt.
Der nicht an äußeren Hindernissen scheitert, sondern an der Leere danach.

Vielleicht ist das kein Ende.
Vielleicht ist es nur der Zwischenraum.

Mir fällt auf, dass ich seit Tagen auch wieder länger schlafe. Nicht mehr diese sechs Stunden, die irgendwann gereicht haben, sondern achteinhalb. Tief. Schwer. Als müsste sich etwas erholen, das länger übergangen wurde. Vielleicht ist das kein Rückzug, sondern ein Nachholen. Vielleicht arbeitet etwas im Verborgenen weiter, während ich denke, dass nichts passiert. 

Dienstag, 20. Januar 2026

20 Januar 2026, 23:22 Uhr

Es ist geschafft. Das leere Blatt ist verschickt.
Heute habe ich noch Kleinigkeiten ausgebessert – warum auch nicht. Jetzt ist es mit sechs Buchcovern und einem Fragenkatalog an SB rausgegangen. Ein Punkt. Ein Abschluss.

Ansonsten habe ich heute kaum am Computer gearbeitet. Vormittags war ich in Koblenz, um 11:00 Uhr bei FS, danach bei Nordsee, Der Kuckucksjunge bei Reuffel gekauft. Nebenbei den Computer aufgerüstet: mehr RAM, ein stärkerer Prozessor. Unter 50 Euro. Jetzt rennt das Ding. Spürbar schneller. Leistungsfähiger. Manchmal sind es kleine Eingriffe mit großer Wirkung.

Trotzdem war der Tag produktiv. Meine Denkhöhle nimmt langsam Form an. Ich räume Dinge wieder an ihren Platz, sobald ich sie benutze. Ich brauche Ordnung. Vielleicht als Ausgleich für mein inneres Chaos. Oder vielleicht, weil sich etwas neu sortiert.

Die ersten zwei Rezensionsexemplare wurden heute für die Blogger vorbereitet. Dabei habe ich festgestellt, dass der scheiß QR-Code für mein Instagram-Profil ungültig geworden ist. Verdammter Kram. Der QR-Code für die Homepage funktioniert natürlich weiterhin – wenigstens etwas.

Also habe ich mir kurzerhand einen neuen QR-Code von ChatGPT erstellen lassen. Warum kompliziert, wenn es einfach geht. Es gibt unzählige QR-Code-Seiten, die diesen Service anbieten, aber nach vier Wochen wollen sie plötzlich mindestens elf Euro im Monat, damit der Code aktiv bleibt. Absurder Unsinn.

Zum Glück sind es nur Aufkleber für die Umschläge der Rezensionsexemplare. Trotzdem: Die Details sind wichtig. Oft entscheiden genau diese Kleinigkeiten darüber, ob etwas rund wirkt – oder improvisiert.

Nachtrag:

Gestern habe ich noch bis 23:00 Uhr eine Rechnungsvorlage für die Rezensionsexemplare erstellt. Alles mit Blick auf die Lohnsteuer im nächsten Jahr. Ich möchte belegen können, dass ich Unkosten und Ausgaben habe. Außerdem habe ich eine EÜR entworfen, in der alle Kosten erfasst werden – sauber, mit Belegnummern. Alles ordentlich ausgedruckt und in einem Aktenordner in Papierform abgelegt.

Auch das gehört dazu.
Nicht kreativ. Aber notwendig.

Montag, 19. Januar 2026

19. Januar 2026, 23:10 Uhr

Heute kam endlich das Buchpaket von SINNBILD an. Es ist schon ein besonderes Gefühl, seine eigenen Bücher stapelweise in Empfang zu nehmen. Jetzt müssen sie nur noch verkauft werden.

Ich habe heute Das leere Blatt noch einmal komplett durchgelesen und Änderungen vorgenommen. Aber es reicht jetzt. Ich kann es nicht mehr sehen. Morgen geht das Manuskript zu SB – zusammen mit einem Fragenkatalog. Sie wird testlesen und korrekturlesen. Danach wird noch die Werbestrategie für SINNBILD finalisiert und die Reels geplant. Und dann, hoffe ich, wird es ruhiger.

Die restlichen Dinge kann ich dann sukzessive abarbeiten. Die letzten Monate waren intensiv. Auch schon, bevor ich mit diesem Tagebuch angefangen habe. Heute habe ich weiter meine Denkhöhle ausgemistet und umgebaut. Über Jahrzehnte sammelt sich so viel an. Aber es muss alles weg, was nicht mehr gebraucht wird. Vier große Kabelkisten – über Jahre gesammelt – alles weg. Alte Schulbücher – weg.

Was mache ich mit meinen Blu-rays und DVDs? Hunderte. Gesammelt, teuer gekauft, immer wieder ergänzt. Und heute wertlos. Niemand will so etwas noch haben.
Außer Bücher. Bücher sind nicht vergänglich. Nur der Geschmack ändert sich. Bücher werden immer gekauft werden. Bis jetzt jedenfalls. Wer weiß, was in zehn Jahren ist, wenn KI anfängt, selbst Romane zu schreiben.

Morgen werde ich die ersten Bücher für die Blogger vorbereiten. Ob sie schon verschickt werden, kann ich noch nicht sagen.

Sonntag, 18. Januar 2026

18. Januar 2026, 10:30 Uhr

Gestern war ein voller Tag. Das leere Blatt weiter durchgearbeitet, Reels erstellt, die Denkhöhle weiter ausgebaut, ausgemistet. Eigentlich sollte alles gut laufen. Eigentlich.

Meine Bücher von BoD sollten kommen, aber ich Blödmann habe bei der Lieferadresse einen Fehler gemacht. Die Straße fehlte. Samstag, 14:00 Uhr. Paket konnte nicht zugestellt werden. Natürlich. Ich habe inzwischen im Zustellungsvermerk die Adresse ergänzt. Hoffentlich funktioniert es jetzt. Es ist immer etwas. Wenn alles läuft, stellt man sich selbst ein Bein.

Aktuell habe ich acht Blogger, die ein Rezensionsexemplar bekommen werden. Das E-Book wird ab dem 25.01. für 2,99 € angeboten – die ersten sechs Wochen. Ich hoffe, dass viele das E-Book kaufen werden. Wir leben im Jahr 2026. Wer stellt sich heute noch Bücher ins Regal?
Naja. Abwarten.

Meine Likes und Follower wachsen langsam, aber stetig. Heute um 12:00 Uhr geht der Buchtrailer online. Er ist 90 Sekunden lang. Eigentlich ein No-Go für Instagram. Aber ein Buch mit knapp 80.000 Wörtern braucht Raum. Die restlichen Reels – insgesamt 15 Stück, von denen ich nur zehn vor der Veröffentlichung brauche – werde ich als Nachklapp veröffentlichen. Ich brauche kontinuierlich Content. Nachschub. Rhythmus.

Und dann ist mir gestern Abend etwas aufgefallen, das eigentlich offensichtlich ist und mir trotzdem erst aus den tiefen Verwindungen meines Hirns entgegengesprungen ist:
Ich habe bereits zwei Bücher bei REDRUM veröffentlicht.

Das heißt: Eine Werbestrategie für WUT und VOLLBLUTBULLE. Reels entwerfen. Ab dem Frühjahr den Account damit fluten. Zwei Mal die Woche frischer Content.

Es hört nicht auf.
Aber vielleicht ist genau das der Punkt.

Freitag, 16. Januar 2026

16. Januar 2026, 21:46 Uhr

Heute war wieder ein guter Tag. Auch wenn ich nicht besonders produktiv war. Ich habe Das leere Blatt weitergelesen, einen ruhigen Nachmittag verbracht und heute die Versandmitteilung erhalten, dass meine Autorenexemplare von SINNBILD unterwegs sind. Ich habe 25 Stück bestellt. Etwa zehn davon brauche ich als Rezensionsexemplare. Bis jetzt gibt es keine Vorbestellungen von Leser:innen. Egal. Vielleicht wollen sie erst Rezensionen lesen.

Unabhängig davon, wie viele Bücher ich am Ende verkaufe: Ich habe viel gelernt. Über Werbung, über Strategie, über Kontaktaufnahme. Und vor allem über das Wichtigste überhaupt: Netzwerken. Durch die Werbung folgen mir inzwischen viele Blogger und Interessierte. Es fühlt sich fast wie ein Selbstläufer an. Mehr Likes, mehr Follower, stetig wachsende Reichweite. Das ist ein wichtiger Anfang.

Ich will gar nicht anfangen zu rechnen, was das alles an Zeit und Geld kostet. Wenn ich kein Geld ausgebe, investiere ich Zeit. Und Zeit lässt sich immer in Geld umrechnen. Alles hat seinen Preis.

Heute hat mir meine Frau gesagt, dass sie nach dem ersten Kapitel von Das leere Blatt keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Was soll ich sagen. Nicht nur der erste Absatz war Mist, sondern auch die Wiederholungen am Anfang. Das Melancholische wird irgendwann unerquicklich. Außerdem wäre es interessant, worauf sich der Protagonist eigentlich ständig bezieht.

RUMMS.

Das war ehrlich.

Man neigt als Schriftsteller dazu, dem Leser genau zu erklären, wie sich die Figur fühlt. Und dann noch einmal. Und noch einmal. Damit der Leser es ja versteht. Und weil es so schön tragisch ist, wird es vertieft, ausgeführt, erklärt. Noch einmal. Damit niemand nach drei Seiten vergessen könnte, wie schlimm alles ist.

Der alte Spruch Kill your darlings ist angekommen.

Ab dem dritten Kapitel beginnt die Handlung. Die ersten drei Kapitel waren als Ouvertüre gedacht. Aber schon nach den ersten zwei Seiten ist klar, worauf ich hinauswill. Das heißt für mich: NOCHMAL. Von vorne.

Der Anfang muss sitzen.
Denn wenn der Anfang nicht fesselt, existiert der Rest des Buches nicht.
Und der Protagonist stirbt – an seiner Unfähigkeit, über den Anfang hinauszukommen.

Donnerstag, 15. Januar 2026

15. Januar 2026, 18:45 Uhr

Ich habe heute noch gar nichts geschrieben?!
Also jetzt schon.

Heute Morgen war ich früh wach. Guter Schlaf. Klare Gedanken. Ich habe zwei Reels gebaut – für die Bloggersuche und für die Buchbestellung. Beide sind online. Danach gemütlich Kaffee getrunken. Fast gemütlich.

Denn ich habe gestern den letzten Pfeifentabak aufgeraucht und vergessen, rechtzeitig nachzubestellen oder im Pipe House welchen zu kaufen. Der Morgen war also nur semigut. Ich musste alten Tabak rauchen, der mir nicht mehr mundet. Ich rauche seit Jahren denselben Tabak. Die Restbestände stammen aus einer anderen Zeit, als ich noch wählerisch war, probiert und getestet habe. Es gibt ein Alter, da hält man sich an Bewährtes.

Also: Müll weggebracht, eingekauft, dann zehn Minuten in Koblenz vor dem Pipe House gewartet, bis es zehn Uhr war. Erst dann der zweite Kaffee. Mit dem richtigen Tabak. So startet man den Tag.

Gestern habe ich außerdem mit dem E-Book-Reader experimentiert. Ich habe eine PDF von Das leere Blatt hochgeladen, damit meine Frau es endlich lesen kann – oder darf. Das Manuskript ist in einem Stadium, in dem es lesbar ist. Hat nicht funktioniert. PDF ist ein statisches Format, die Schrift lässt sich nicht sinnvoll anpassen. Also heute Morgen auf EPUB konvertiert. Jetzt ist es wunderbar auf dem Reader.

Meine Frau liest heute Nachmittag den ersten Satz. Den ersten Absatz. Und ist verwirrt.

Der erste Satz: Das leere Blatt....
Und dann im zweiten Satz: der Cursor, der blinkt.

Ich bin sprachlos. Entsetzt. Unzählige Male habe ich dieses verdammte Manuskript gelesen. Überarbeitet. Stunden, Tage, Ewigkeiten an Sätzen und einzelnen Worten gesessen, damit die Metaphern tragen, jeder Absatz eine in sich geschlossene Aussage bildet. Und dann ist der erste Absatz eine Katastrophe. Ich baue ein Bild auf – und zerstöre es im nächsten Satz, weil die Bilder nicht zusammenpassen.

Aber na ja. Der Rest passt. Bis jetzt.

Ich habe den Fauxpas sofort beseitigt und hoffe, dass nicht noch mehr solcher Klopper im Text versteckt sind.

Heute geht es weiter mit dem „Korrekturlesen“ von Das leere Blatt.
Der Titel ist Mist.
Zum Glück nur ein Arbeitstitel.

Mittwoch, 14. Januar 2026

14. Januar 2026, 22:58 Uhr

Es ist fast 23:00 Uhr. Für heute ist Schluss.

Ich habe heute noch viel in meiner Denkhöhle ausgemistet. Morgen früh wird alles zum Entsorger gefahren. Das Auto ist bereits beladen. Vielleicht auch deshalb habe ich heute sonst nichts Großes mehr angefangen. Stattdessen habe ich zum x-ten Mal Das leere Blatt gelesen.

Immer wieder fallen Kleinigkeiten auf. Aber sie sind marginal. Oft sind es Bezüge zu Absätzen, die später wieder aufgegriffen werden und am Ende ein stimmiges Bild ergeben. Ich prüfe, ob jedes Kapitel eine Kernaussage trägt und ob diese zusammen ein geschlossenes Gesamtbild ergeben. Und ja: Das Buch ist eigentlich fertig. Drei Teile. Etwa 78.000 Wörter.

Ich wollte es weiterführen. Aber das Ende von Teil drei ist gelungen. Es schließt sich. Es ergibt ein vollständiges Buch. Es weiterzuschreiben würde es schlechter machen. Wenn, dann als weiterer Band. Stück für Stück.

Ich bin auch froh, wenn SINNBILD endlich abgehakt werden kann.
In den letzten drei Stunden habe ich den finalen Buchtrailer fertiggestellt. Er ist zwar 90 Sekunden lang, aber er ist gelungen.

Morgen erstelle ich noch zwei bis drei Bilder-Reels: für die Vorbestellung und für die Suche nach weiteren Bloggern.

Feierabend.

Dienstag, 13. Januar 2026

14. Januar 2026, 08:55 Uhr

Heute bin ich seit 6:20 Uhr wach. Ich habe bereits um 21:30 Uhr geschlafen – ein tiefer, erholsamer, traumloser Schlaf. Bis jetzt war ich kreativ. Mit erholten Synapsen und einem frischen Hirn.

Ich habe erneut die Werbestrategie für SINNBILD angepasst. Änderung der Änderung. Und diesmal fühlt es sich richtig an. Ein neuer Plan: nur zwei Reels pro Woche. Am Sonntag der Buchtrailer – komplett neu entworfen, mit Bildern, die bisher in keinem Reel vorkamen. Es muss etwas Neues geben. Der Buchtrailer soll eine Erweiterung der bestehenden Reels sein, kein bloßes Wiederholen. Ebenso habe ich ein Reel für Blogger-Werbung und Vorbestellungen erdacht. Heute Abend wird alles umgesetzt.

Nebenbei habe ich die Kurzgeschichte (Die Glasaugen) noch einmal überarbeitet, mit den Gedanken von OW im Hinterkopf. Er hat recht: Die Geschichte hat Potenzial für eine Novelle, vielleicht sogar für einen Roman. Zu viele Ideen wurden in die Kurzgeschichte gepresst. Ich habe das dem Verlag in der E-Mail auch so angeboten.

Ich habe gerade so viel Energie, dass ich nicht weiß, wo ich weitermachen und wo ich etwas Neues anfangen soll. Es gibt noch zu viele Dinge zu erledigen. Deshalb mache ich jetzt erst einmal eine Pause. Kaffee. Pfeife. Die Gedanken sortieren lassen.

13. Januar 2026, 21:12 Uhr

Die Nacht zum Dienstag war kurz. Ich habe keine Ruhe gefunden. Die Gedanken sprangen zwischen verschiedenen Themen hin und her, verweilten kurz, hüpften weiter und blieben wieder irgendwo haften. Keine Chance, sie zu beruhigen. Es war nicht einmal nervend – vielleicht auch, weil ich keinen Druck hatte, morgens früh aufstehen zu müssen. Also ließ ich mich treiben. Kurzer Dämmerschlaf, dann wieder wach, weil die Schlafposition nicht stimmte. Vielleicht habe ich gestern auch einfach zu viel gemacht.

Ich habe gestern zuvor die gekauften Möbel aufgebaut: zwei Stück, ein großes IVAR-Regal und einen Rollschrank MICKY. Die alten Möbel habe ich abgebaut, ausgemistet, aussortiert. Vieles, das seit Jahren nicht mehr angefasst wurde, ist gegangen. Entsorgt. Als ich gegen 22:30 Uhr aus der Höhle nach oben kam, war es spät. Ich suchte die Nacht, um Ruhe zu finden.

Heute war ich dafür fast nicht produktiv. Der Vormittag ist an mir vorbeigezogen. Den Rest des Tages habe ich alles langsam und ohne Eile fertig gemacht: sortiert, neu arrangiert. Eine träge Tätigkeit, aber vielleicht genau die richtige.

Heute ging der fünfte Reel online. Mein Instagram wächst. Mehr Likes, mehr Follower. Die Vernetzung mit anderen funktioniert. Das Cover-Reveal hat fast 3000 Views erreicht und mir viele neue Likes und Follower gebracht. Die Strategie zahlt sich aus.

Morgen werde ich noch ein wenig aufräumen und dann einen Post für Blogger und Vorbestellungen planen. Dann wird sich zeigen, ob es auch wirklich Interessierte für SINNBILD gibt.

Für heute ist Schluss.

Montag, 12. Januar 2026

12. Januar 2026, 11:40 Uhr

Gestern, am Sonntag, war ein träger Tag. Ich spüre, wie ich ausbrenne. Kreativ war ich nicht, zumindest nicht im Schreiben. Stattdessen habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich meine Schreibhöhle besser gestalten und umbauen kann. Mir geht die Unordnung auf den Sack. Dieses alte, zusammen­gestückelte, selbstgebaute Konstrukt aus alten Möbeln und Holz – es funktioniert, ja, aber es fühlt sich nicht mehr richtig an.

Ich habe mir angewöhnt, Dinge sofort wieder an ihren Platz zu legen. Vielleicht ist das ein Prozess, den ich brauche. Vielleicht ein neuer Lebensabschnitt. Man sagt, man ändert sich ab einem gewissen Alter. Aber wie viele Abschnitte gibt es eigentlich im Leben eines Menschen? Und muss das Alte immer weichen, damit Platz für etwas Neues entsteht?

Gestern habe ich außerdem Hintergrundbilder für Instagram entwerfen lassen. Ich werde sie nutzen, um nach der Veröffentlichung von SINNBILD weiter Werbung zu machen – aber ohne Videoreels. Das ist mir zu aufwendig. Das Cover-Reveal wurde veröffentlicht, und mein Instagram-Account wächst. Mehr Follower. Mehr Likes. Mehr Reichweite. Jetzt heißt es: warten. Und die Werbestrategie weiter verfolgen, ohne sie ständig neu zu zerdenken.

Heute Vormittag war ich bei Ikea. In den nächsten Tagen werde ich die Neugestaltung meiner Denkhöhle umsetzen. Alles in Ruhe. Auch, weil mir klar geworden ist, dass Das leere Blatt keinen weiteren Teil im selben Buch braucht. Es wird weitergedacht, weitergeschrieben – als Nachfolgeroman. Die Ideen sind da. Der Plot auch. Es macht keinen Sinn, alles in einen Roman zu pressen, der jetzt schon bei etwa 80.000 Wörtern liegt.

Ich werde alles noch einmal gemütlich lesen und wirklich nur Kleinigkeiten anmerken. Ende Januar soll es zur ersten Korrekturlesung gehen. SB weiß bereits Bescheid. Ich werde noch einen Fragenkatalog entwickeln und ein Titelcover erstellen lassen, das die Seele des Buches als Metapher trägt.

Freitag, 9. Januar 2026

10. Januar 2026, 08:20 Uhr

Gestern habe ich zum ersten Mal vergessen, etwas in den Blog zu schreiben. Dabei war es ein voller Tag.

Zuerst habe ich das Lektorat zu Das endliche Leben final abgeschlossen. Dazu ein Anschreiben, ein Exposé und eine Autorenvita. Alles fertiggestellt und an BM geschickt. Am Vormittag kam das Probeexemplar von SINNBILD. Ein tolles Gefühl. Das Buch wird jetzt geprüft, um freigegeben zu werden.

Außerdem habe ich die Werbestrategie wieder einmal angepasst. Die Wochentage waren schlecht gewählt. Deshalb kam der vierte Post von fünfzehn nun ebenfalls an einem Freitag statt am Samstag. Am Sonntag wird zusätzlich das Cover veröffentlicht. Das bedeutet: wieder ein Reel bauen.

Die Stunden schrumpfen zu Minuten zusammen. Ich habe keine Zeit mehr, andere Bücher zu lesen. Ich bin in einem Tunnelblick gefangen. Ich hoffe, wenn alles abgearbeitet ist, wird mein Geist ruhiger.

Heute werde ich in meine Schrauberhalle gehen. Etwas anderes tun. Auch, weil dort etwas repariert werden muss.

Donnerstag, 8. Januar 2026

8. Januar 2026, 21:40 Uhr

Heute Morgen bin ich mit Kopfschmerzen aufgewacht. Ich konnte nichts machen. Erst gegen 11:00 Uhr saß ich am Rechner. Vielleicht ist das Gehirn überanstrengt, wie ein Muskel, den man zu lange belastet hat. Der Schmerz zog sich von der Stirn bis in die Schultern. Also habe ich nur das Allernötigste erledigt. Gegen Nachmittag war es überstanden.

Ich habe noch den dritten Reel geplant und veröffentlicht, das Lektorat final abgeschlossen und sitze nun seit vier Stunden am Exposé. Und frage mich: Wie presst man ein Buch mit knapp 100.000 Wörtern in 4.000?

Logline.
Perspektive.
Atmosphäre.
Vergleichbare Werke.
Warum dieses Buch veröffentlicht werden sollte.
Was macht dieses Buch besonders?
Marktpotenzial.
Zielgruppe.
Und dann auch noch ein Extrakt als Inhaltsangabe.

Am Ende sind es 5.000 Wörter geworden. Ich möchte in Sätzen schreiben, nicht nur Worte hinwerfen. Vielleicht ist das zu viel. Vielleicht auch nicht. Ich bin frech und werde es morgen, ausgeschlafen und mit Abstand nochmal durchlesen und BM hinwerfen. Vielleicht kann sie noch straffen. Vielleicht habe ich etwas übersehen. Keine Ahnung.

Für heute ist Schluss.
Netflix ruft.
Entspannung und Ruhe warten.

Vielleicht fällt mir morgen noch ein, was ich gemacht habe, am heutigen Tag, aber Gedanken halten nicht und kommen nicht über die Hand auf die Tastatur. 

Mittwoch, 7. Januar 2026

7. Januar 2026, 22:31 Uhr

Eine kurze Nacht, ein langer Tag.
Seit sieben Uhr sitze ich am Rechner und habe den kompletten Vormittag damit verbracht, die liebevollen und hilfreichen Kommentare abzuarbeiten. Dabei wurde mir erst klar, dass ich auch direkt in den Kommentaren antworten darf. Ich habe diese Funktion genutzt. Es sind noch ein paar wenige offen, aber die werde ich nicht mehr weiter bearbeiten. Morgen mache ich es final.

Morgen steht auch wieder ein neuer Post an. Nummer drei.

Heute Morgen habe ich zuerst meine Instagram-Strategie überdacht. Ich kann von niemandem verlangen, meine Posts zu teilen. Ich muss Teil dieser Welt werden. Also habe ich Beiträge kommentiert, geliked, mich umgesehen. Ich habe verschiedene Blogger per E-Mail oder Instagram höflich angeschrieben und gefragt, ob sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Es gab positives Feedback. Das hat mich sehr berührt. Andere haben keine Zeit oder das Buch passt nicht in ihren Content. Das ist in Ordnung.

Ich werde künftig immer wieder Zeit in Instagram investieren müssen. Und das ist gar nicht schlimm. Man bekommt Inspiration, tauscht sich aus, gewinnt Einblicke in den aktuellen Buchmarkt. Ich bräuchte nur wieder mehr Zeit zum Lesen.

Ich denke, wenn Das endliche Leben, Das leere Blatt und Sinnbild veröffentlicht sind, bleibt mehr Raum. Mehr Freizeit. Mehr Luft für andere Dinge.

Heute habe ich mich außerdem mit dem Exposé beschäftigt. Ich habe viel gelernt. Jetzt muss ich es nur noch umsetzen.

Aber es ist 22:30 Uhr.
Ich erlöse den Computer von meinem Dasein.

Dienstag, 6. Januar 2026

6. Januar 2026, 21:56 Uhr

Ich war heute – mit Unterbrechungen von insgesamt etwa vier Stunden – den ganzen Tag am Rechner.
Ich habe an den Reels weitergebaut, den Buchtrailer für SINNBILD begonnen und mich gezwungen – nein, eher ermutigt –, positiv an Das leere Blatt weiterzuarbeiten. Ich bin jetzt an einer Stelle angekommen, an der ich mit ruhigem Gewissen einen Cut machen kann, um den Text liegen zu lassen. Ich habe mir Notizen gemacht für Dinge, die ich im weiteren Verlauf einbauen möchte.

Meine To-do-Liste für Tätigkeiten außerhalb des Monitors habe ich zum großen Teil abgearbeitet. Ich brauche immer eine andere Beschäftigung, wenn ich nicht gerade am Computer sitze. Sonst entsteht Langeweile. Und aus Langeweile wird Unruhe.

Gegen 20:00 Uhr habe ich begonnen, Das endliche Leben anhand der Anmerkungen von BM final zu bearbeiten. Es sind fast 400 Kommentare. Eigentlich fast nur Kleinigkeiten: Kommas, Guillemets zu viel gesetzt. Manche Sätze sind unklar, weil im Absatz der Bezug verloren gegangen ist. Alles Kleinkram.

Was meiner Seele schmeichelt, sind die Kommentare zu den Stellen, die sie berührt haben. Oder wenn der Bezug als gelungen beschrieben wird. Davon gibt es viele. Hinweise darauf, dass die Metaphern tragen, Zitate gut platziert sind, die Zerrissenheit und die Situation nachvollzogen werden können. Genau das wollte ich ausdrücken. Und es ist gut zu wissen, dass es wirkt.

Ich werde das komplette Manuskript nicht noch einmal lesen. Ich arbeite die Kommentare ab. Bei Sätzen ohne klaren Bezug passe ich an. Ich lese dann nur die jeweiligen Absätze, damit der Lesefluss stimmt. Den Rest lasse ich, wie er ist. Ich weiß genau, was ich geschrieben habe.

Für heute ist Schluss.
Genug Elektrosmog absorbiert.

6. Januar 2026, 09:30 Uhr

Gestern wurde ich doch wieder an den Rechner gezogen. Von 19:00 bis 22:00 Uhr. Ich habe am Manuskript Das leere Blatt weitergearbeitet, danach direkt alles ausgemacht und mich vor Netflix einlullen lassen. Ich habe Mr. Mercedes begonnen, nach einer Romanvorlage von Stephen King.

Die Serie erzählt von einem ehemaligen Polizisten, Bill Hodges, der im Ruhestand von einem alten, ungelösten Fall eingeholt wird: Ein Täter, der mit einem gestohlenen Mercedes in eine Menschenmenge raste, beginnt erneut Kontakt zu ihm aufzunehmen. Es ist weniger ein klassischer Thriller als ein langsamer Abstieg in die Psyche zweier Männer auf entgegengesetzten Seiten – Täter und Ermittler, beide beschädigt, beide getrieben.

Die Serie hat mich sofort gefesselt. Der Protagonist: ein alter Bulle – ein ehemaliger Polizist, pensioniert, ohne Aufgabe, ohne Struktur. Langsam wird er als Charakter aufgebaut. Wenig Action, was mich normalerweise nicht interessiert. Aber hier ist es egal. Es ist der Bulle selbst. Depressiv. Allein. Ohne Job. Er könnte mein Vater sein, in seinen letzten Jahren. Fantastisch gespielt. Vor allem wegen der kleinen Nuancen: Bewegungen, Pausen, Blicke. All das, was eine Figur – oder besser: einen Menschen – ausmacht.

Ich bin begeistert. Die Story ist im Grunde Schrott und dient nur als Spielplatz für diese Figur. Aber das reicht. Es ist der Bulle, der fasziniert. Ein perfekter Schauspieler in einer perfekten Rolle.

Aber ich schweife ab.

Heute Morgen sitze ich seit sieben Uhr wieder am Rechner. Noch einmal die Werbestrategie für SINNBILD überdacht. Weitergearbeitet am Leeren Blatt. Ein paar Reels vorbereitet. Die nächsten drei müssen abgeändert werden – es muss sofort offensichtlich sein, dass es um ein Buch geht.

Der Plan für morgen, Mittwoch: Das endliche Leben. Ich werde es mir vornehmen. Und wenn ich schon daran arbeite, markiere ich direkt Szenen, die sich für eine Bildserie eignen. Das könnte großartig werden. Danach: stumpf, aber mit allen Sinnen die Anmerkungen von BM verarbeiten. Im Dokument. Und im Kopf.

Parallel erstelle ich mir eine To-do-Liste für das Leben außerhalb des Bildschirms. Dinge, die liegen geblieben sind. Die ich zwischendurch abarbeite, wenn mein Geist an einer Stelle festhängt und Ablenkung braucht.

Montag, 5. Januar 2026

5. Januar 2026, 09:25 Uhr

Ich habe gestern doch wieder zu viel gemacht und war spät im Bett.
Heute Morgen saß ich um sieben Uhr schon wieder am Rechner.

Ich habe mir die Auswertung des ersten Reels, des ersten Posts, noch einmal genau angesehen. Das Problem liegt klar in den ersten drei Sekunden. Sie fesseln nicht. Also habe ich eine neue Strategie erarbeitet und einen passenden Videoclip für den zweiten Post generiert. Es muss sofort ersichtlich sein, dass es sich um einen Buchtrailer handelt – sonst bleiben die User nicht dran.

Ob es funktioniert, werde ich übermorgen wissen, wenn der zweite Post morgen online geht.

Gestern habe ich mich außerdem noch einmal an Das leere Blatt gesetzt. Ich habe mich gezwungen weiterzumachen. Und es hat geholfen. Es ist jetzt deutlich besser. Manchmal muss man durch den Widerstand hindurch schreiben, statt auf ihn zu warten.

Heute werde ich nur noch bis zehn Uhr arbeiten. Danach zwinge ich mich zu einer Pause. Es geht nicht anders. Die Zeit schrumpft zu Momenten, und alles verschwimmt zu einem endlosen Tag.

Sonntag, 4. Januar 2026

4. Januar 2026, 16:15 Uhr

Ich habe heute noch drei Reels erstellt und angefangen, den Buchtrailer final zu planen. Heute ist Sonntag. Ich habe nicht viel gemacht. Und das war vielleicht auch richtig so.

Langsam sollte ich Das endliche Leben weiterbearbeiten. Mit Das leere Blatt komme ich gerade nicht weiter. Ich habe es gelesen, und mir fallen Dinge auf, die mich stören. Aber ich habe keine Lust, sie zu verändern. Vielleicht sollte ich es einfach liegen lassen. Vielleicht reift es im digitalen Datenstrom. Oder ich brauche Abstand, um es später noch einmal zu lesen, ohne so pessimistisch darauf zu schauen.

Aber ich bin selbst schuld. Gestern habe ich mit SB über eine Korrekturlesung gesprochen und ihr das finale Dokument bis Ende Januar 2026 versprochen. Wie ich das schaffen soll, weiß ich gerade nicht.

Heute mache ich nur noch ein wenig.
Und morgen werde ich vermutlich kaum am Rechner sitzen. Dinge, die liegen geblieben sind, fordern ihre Aufmerksamkeit ein.

Samstag, 3. Januar 2026

3. Januar 2026, 15:40 Uhr

Ich habe den ganzen Tag an den Reels und am Buchtrailer gearbeitet. Für heute reicht es.
Meine Frau hat mich zum Friseur gezwungen – sie wusste angeblich nicht mehr, wo vorne und hinten in meinem Gesicht ist. Sie hat recht. Ich brauche Abstand. Weg vom Rechner. Ich merke, wie mir die Distanz fehlt. Es gibt immer etwas zu tun, immer noch eine Kleinigkeit, die man optimieren könnte.

Die Werbung auf Instagram und Facebook ist geplant, sie geht um 19:00 Uhr online. Ich bin gespannt, ob es funktioniert. Auch, weil ich festgestellt habe, dass kaum jemand eine solche Werbekampagne für eine Buchveröffentlichung macht. Vielleicht ist das ein Vorteil. Vielleicht auch ein Risiko.

Der Vorteil ist: Ich bin dieser Computerfutzi, der fast alles kann und sich vor neuen Herausforderungen nicht scheut. Außer vor WordPress – das bringt mich nicht weiter. Dafür habe ich eine einfache Lösung gefunden. Reels dagegen sind kreative Arbeit. Und die fesselt mich.

Zum Glück habe ich eine geduldige Frau. Sie lässt mich in Ruhe. Sie kennt den Roman mit Jack Torrance. Es ist schwierig, wenn man in tiefer Konzentration ist und plötzlich herausgerissen wird.

Also mache ich jetzt Schluss.
Ich genieße die Ruhe außerhalb des Computers.
Genug geschafft für heute.

2. Januar 2026, 09:56 Uhr

Ich habe zehn Stunden geschlafen.
Ich fühle mich erneuert. Frisch. In den letzten Nächten war es eindeutig zu wenig. Meine feinen Synapsen waren zu dicken Tauen verklebt, die keine Gedanken mehr produzierten. Jetzt sind sie wieder gelöst. Beweglich. Sie arbeiten. Kreativität ist zurück.

Gestern habe ich noch meine Homepage angepasst und veröffentlicht.
Seit acht Uhr sitze ich an den weiteren Reels. Ich brauche dafür etwa eine halbe Stunde pro Stück. Ich weiß jetzt, wie es geht. Und jedes wird besser als das vorherige.

Es ist unfassbar, was Schlaf, Kaffee und Pfeifentabak an einem neuen Tag anrichten können.

Freitag, 2. Januar 2026

1. Januar 2026, 08:17 Uhr

Es ist geschafft.
Nach nur sechs Stunden Schlaf hat es mich heute Morgen gegen sechs Uhr aus dem Bett getrieben. Die Gedanken. Das Unfertige. Dieses leise Drängen, das keine Ruhe gibt.

Ich habe SINNBILD veröffentlicht.
Und ich bin final sehr zufrieden. Ein Stein wurde geschliffen, vielleicht nicht perfekt, aber so, dass er trägt. Jetzt warte ich auf das erste Leseexemplar.

Parallel werde ich ab nächster Woche Das endliche Leben final mit BM durcharbeiten. Sie hat mir auch angeboten, beim Exposé zu helfen. Aber das hat Zeit. Jetzt erst einmal Abstand.

Heute stehen weitere Reels an. Und ansonsten: Dinge außerhalb des Bildschirms.
Das Jahr beginnt.

Die Feinplanung der Werbung steht.
Bis zur Veröffentlichung von SB habe ich hoffentlich an alles gedacht. Die Struktur ist klar, die Abfolge festgelegt. Erweitert wurden noch Hashtags und Uhrzeiten – kleine Details, die am Ende entscheiden, ob etwas gesehen wird oder verschwindet.

Jetzt heißt es: umsetzen, nicht mehr zerdenken.
Veröffentlichen, beobachten, nachjustieren.
Und akzeptieren, dass man nie wirklich an alles denken kann.

 

Donnerstag, 1. Januar 2026

1. Januar 2026, 22:30 Uhr

Heute merke ich, dass ich zu viel gemacht habe.
Ich habe den Buchsatz für SINNBILD noch einmal komplett durchgearbeitet und mich ab 11:00 Uhr an meinem ersten Reel festgebissen. Dabei tauchten so viele Fragen und Probleme auf, dass ich den gesamten Tag damit verbracht habe, dieses eine Reel zu bauen.

Aber es hat sich gelohnt. Auch wenn ich noch nicht hundertprozentig zufrieden bin. Für die nächsten weiß ich jetzt, wie es geht. Es wird schneller gehen. Und vielleicht auch leichter.

Danach habe ich den Buchsatz noch einmal final geprüft. Und natürlich wieder Kleinigkeiten entdeckt. Eigentlich wollte ich es heute freigeben. Aber die Worte verschwimmen vor meinen Augen. Also verschiebe ich es auf morgen. Morgen final.

Heute reicht es.
Ich habe keine Kreativität mehr. Keine Lust. In meinem Kopf verknoten sich die Worte, drehen sich im Kreis und produzieren nichts mehr. Irgendwann ist auch mal gut.


17. Februar 2026, 20:00 Uhr Die Koffer sind gepackt. Das Auto ist beladen. Morgen klingelt um 4:00 Uhr der Wecker. Was ich jetzt vergess...