15. Januar 2026, 18:45 Uhr
Ich habe heute noch gar nichts geschrieben?!
Also jetzt schon.
Heute Morgen war ich früh wach. Guter Schlaf. Klare Gedanken. Ich habe zwei Reels gebaut – für die Bloggersuche und für die Buchbestellung. Beide sind online. Danach gemütlich Kaffee getrunken. Fast gemütlich.
Denn ich habe gestern den letzten Pfeifentabak aufgeraucht und vergessen, rechtzeitig nachzubestellen oder im Pipe House welchen zu kaufen. Der Morgen war also nur semigut. Ich musste alten Tabak rauchen, der mir nicht mehr mundet. Ich rauche seit Jahren denselben Tabak. Die Restbestände stammen aus einer anderen Zeit, als ich noch wählerisch war, probiert und getestet habe. Es gibt ein Alter, da hält man sich an Bewährtes.
Also: Müll weggebracht, eingekauft, dann zehn Minuten in Koblenz vor dem Pipe House gewartet, bis es zehn Uhr war. Erst dann der zweite Kaffee. Mit dem richtigen Tabak. So startet man den Tag.
Gestern habe ich außerdem mit dem E-Book-Reader experimentiert. Ich habe eine PDF von Das leere Blatt hochgeladen, damit meine Frau es endlich lesen kann – oder darf. Das Manuskript ist in einem Stadium, in dem es lesbar ist. Hat nicht funktioniert. PDF ist ein statisches Format, die Schrift lässt sich nicht sinnvoll anpassen. Also heute Morgen auf EPUB konvertiert. Jetzt ist es wunderbar auf dem Reader.
Meine Frau liest heute Nachmittag den ersten Satz. Den ersten Absatz. Und ist verwirrt.
Der erste Satz: Das leere Blatt....
Und dann im zweiten Satz: der Cursor, der blinkt.
Ich bin sprachlos. Entsetzt. Unzählige Male habe ich dieses verdammte Manuskript gelesen. Überarbeitet. Stunden, Tage, Ewigkeiten an Sätzen und einzelnen Worten gesessen, damit die Metaphern tragen, jeder Absatz eine in sich geschlossene Aussage bildet. Und dann ist der erste Absatz eine Katastrophe. Ich baue ein Bild auf – und zerstöre es im nächsten Satz, weil die Bilder nicht zusammenpassen.
Aber na ja. Der Rest passt. Bis jetzt.
Ich habe den Fauxpas sofort beseitigt und hoffe, dass nicht noch mehr solcher Klopper im Text versteckt sind.
Heute geht es weiter mit dem „Korrekturlesen“ von Das leere Blatt.
Der Titel ist Mist.
Zum Glück nur ein Arbeitstitel.
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