Mittwoch, 31. Dezember 2025

30. Dezember 2025, 23:20 Uhr

Ich sitze mit Unterbrechungen seit heute Morgen an SINNBILD. Nur Buchsatz für BoD.
Eine Arbeit, die Geduld verlangt. Und Genauigkeit. Beides nicht meine stärksten Tugenden, wenn es um Dinge geht, die sich stumpf anfühlen.

Heute Vormittag habe ich eine KI gefunden, die mir einen passenden Soundtrack zu den Bildern liefert. Auch der ist jetzt fertig. Außerdem habe ich – dank GPT – über dreißig Bilder für die Werbung erstellen lassen. Ich bin ein wenig stolz. Die Szenen, die ich vor fast zehn Jahren in SINNBILD „gezeichnet“ habe, wirken in diesen Bildern genau so, wie ich sie damals im Kopf hatte. Es ist faszinierend, wenn etwas, das lange nur aus Worten bestand, plötzlich Form annimmt. Farbe. Tiefe.

Ich denke, ich habe damals vieles richtig gemacht.
Und trotzdem hat kaum jemand das Buch gekauft. Vielleicht auch, weil es diese Möglichkeiten des Marketings damals noch nicht gab. Heute braucht man vor allem Zeit, den Willen – und ein wenig Geld –, um Fantasie zusätzlich in Ton und Bild zu verwandeln.

Die Musik ist ebenfalls großartig geworden. Für den damaligen YouTube-Trailer hatte ich die Mondscheinsonate gewählt. Dieses Mal wollte ich mehr Dramatik. Und siehe da: Aus Fragmenten des Buches hat die KI eine Melodie geschaffen, die sich anfühlt, als wäre sie direkt aus den Szenen gewachsen.

Es ist erstaunlich, in welcher Welt wir heute leben. Man muss KI nur richtig und zielgerichtet einsetzen. Wie früher bei den ersten Suchanfragen: Man konnte alles finden, alles erfahren – man musste nur die richtigen Begriffe wählen.
Oder, wie ich es inzwischen gelernt habe: wissen, was man eigentlich sucht.

Vielleicht gilt das auch für meine Suche nach der richtigen Blogplattform. Ich habe nicht zu wenig gesucht, sondern zu unscharf. Zu groß. Zu kompliziert. Erst als ich aufgehört habe, nach dem perfekten System zu fragen, und stattdessen nach dem einfachen Ort zum Schreiben, habe ich gefunden, was ich brauchte. Wie bei der KI, wie beim Schreiben, wie bei allem: Die Welt antwortet erst dann klar, wenn man gelernt hat, die richtige Frage zu stellen. 

 

Dienstag, 30. Dezember 2025

30. Dezember 2025, 21:40 Uhr

Ich darf mich nicht verzetteln mit den Büchern, die sich gleichzeitig in der Entstehung befinden. Ich muss jetzt unbedingt priorisieren.

Erstens: SINNBILD, zweite Auflage, endlich vervollständigen.
Zweitens: Das endliche Leben durcharbeiten. Die Lektorin hat mir gesagt, dass sie es final noch einmal „durchschauen“ möchte. Das kostet Zeit – und genau diese Zeit kann ich sinnvoll nutzen, um parallel anderes voranzubringen.
Drittens: Das neue Buch in der Entstehung fertigstellen. Das Gewinnspiel verschiebe ich auf das Frühjahr.

Mein Plan ist klarer geworden: SINNBILD soll über Social Media sichtbar werden. Vielleicht – vielleicht – erhöht sich dadurch meine Reichweite. Vor allem aber mein Bekanntheitsgrad. Und vielleicht, ganz leise gehofft, verkaufe ich dadurch endlich Bücher.

Ich habe mir dafür eine Strategie überlegt. Mit GPT erstelle ich gerade fünfzehn Bilder. Jedes Bild bekommt einen Text. Und zusätzlich wird es mit Sprache hinterlegt, über eine weitere KI. Drei bis vier Posts sollten möglich sein. Bild, Text und Stimme. Drei Sinne. Mehr kann ich im Moment nicht verlangen.

Das ist der Plan. Und diesen Plan werde ich jetzt umsetzen.

Wenn danach noch Zeit bleibt, werde ich schreiben. Weiter an dem Buch, das im Moment noch Das leere Blatt heißt. Am Anfang mochte ich den Titel. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Ich habe schon andere Ideen. Aber vorerst bleibt er. Als Arbeitstitel. Und vielleicht auch als Erinnerung daran, dass jedes Buch genau dort beginnt.

Montag, 29. Dezember 2025

Nachtrag.
Heute wurde von meiner Schwester das neue Titelbild für SINNBILD veröffentlicht. Es ist wirklich gut geworden. Stimmig. Klar. Genau richtig. Beide Teile werden nun in einem Buch erscheinen: Herbst und Winter. Ich habe vor, noch Frühling und Sommer zu schreiben, damit am Ende alle vier Jahreszeiten versammelt sind.

Ideen dafür gibt es. Viele sogar. Aber noch keine konkreten. Und das ist vielleicht auch gut so. Ideen müssen Raum haben. Sie müssen wachsen dürfen. Ein Buch füllt man nicht mit Entschlüssen, sondern mit Zeit. Und genau da stellt sich die Frage: Habe ich diese Zeit?

Die Überarbeitung der ersten Auflage ist im Grunde abgeschlossen. Es fehlt nur noch der Feinschliff. Aber ich möchte keine Lektorin mehr darüber schauen lassen. Der Text soll roh bleiben. Ehrlich. Direkt aus der Seele. So, wie er damals entstanden ist. Ich habe Änderungen vorgenommen, ja – aber nur marginal. Dialoge angepasst, Stellen gestrafft. Nichts Grundsätzliches. Kein Glätten um des Glättens willen.

Was noch bleibt, ist der Buchsatz für BoD.
Und das ist die Arbeit, die ich nicht mag. Sie ist stumpf. Langweilig. Und verlangt absolute Genauigkeit. Ein verrutschtes Wort, ein falscher Abstand – und alles kippt. Jede Seite muss ein Bild ergeben. Ein Muster. Erst wenn das stimmt, denke ich, sind die Worte richtig platziert.

Vielleicht ist auch das Teil des Schreibens.
Nicht der schöne Teil.
Aber der notwendige.

29. Dezember 2025, 22:10 Uhr

Ich habe heute Vormittag bis neun Uhr geschlafen. Kein Wunder – ich war erst um 00:30 im Bett. Das Gewinnspiel nimmt langsam Form an. Ich bin im Feinschliff. Stundenlang habe ich mit ChatGPT gearbeitet, bis Bilder entstanden sind, die wirklich zum Buch und zum Gewinnspiel passen. Wenn man erst einmal weiß, wie man formulieren muss – Stimmung, Farbtemperatur, Details, Blickwinkel, Hintergrund, Hauptmotiv – ist diese neue KI-Engine schlicht sensationell.

Ich bin begeistert. Und ich sage ihm das auch. Vielleicht naiv, aber ich gebe meine Freude immer direkt zurück, damit er weiß, dass er es richtig macht. Ich habe sogar ein kleines Abo abgeschlossen. Es lohnt sich. Allein schon, um nicht an einer Tagesgrenze zu scheitern, wenn der Gedanke noch nicht fertig ist.

Heute Vormittag habe ich mich dann um das Leben außerhalb des Digitalen gekümmert. Es war nötig. Ich möchte alles vor dem Jahreswechsel abgeschlossen haben. Auch die unbezahlten Rechnungen. Ich will das Alte, das Belastende, nicht mit ins neue Jahr nehmen. So die Hoffnung.

Mein Opa hat früher zu mir gesagt, man solle sich zum Jahreswechsel einen Pfennig in den rechten Socken stecken. Das bringe Geld im neuen Jahr.
Wo soll ich heute Pfennige herbekommen?
Und was ist eigentlich der Multiplikationsfaktor eines einzelnen Pfennigs? Vielleicht sollte ich gleich mehrere organisieren.

Die Kurzgeschichte ist fertig. Eigentlich fehlt nur noch der letzte Feinschliff. Anderthalb Tage für 12.000 Zeichen. Das fühlt sich richtig an.

Jetzt sitze ich wieder an meinem neuen Roman. Das Cover ist schon da – von GPT, in mehreren Varianten. Das habe ich also schon einmal. Es fehlen nur noch tausende Worte. Und ein Ende. Ein Ende habe ich mir sogar schon überlegt.

Aber sollte nicht zuerst der Rest geschrieben werden?
Andererseits: Wenn man das Ende kennt, ist der Weg dorthin vielleicht gar kein Problem.

Sonntag, 28. Dezember 2025

28. Dezember 2025, 20:50 Uhr

Heute habe ich den kompletten Tag damit verbracht, die Kurzgeschichte zu schreiben, zu revidieren und vor allem: zu streichen. Immer wieder zu streichen. Es ist erstaunlich, wie schwer es ist, die Essenz zu erfassen, sie zu formulieren und in 12.000 Zeichen zu pressen. Was im Kopf weit und offen ist, will sich nicht gern begrenzen lassen.

Am Nachmittag kam Das endliche Leben von der Lektorin BM zurück. Ich habe ihr geschrieben, dass ich mir das Manuskript für das neue Jahr aufheben werde – um alles noch einmal in Ruhe durchzuarbeiten, die Anmerkungen zu prüfen, Änderungen einzupflegen. Jetzt ist nicht der richtige Moment dafür. Noch nicht.

Morgen muss ich mich wieder einmal um das Leben außerhalb des Bildschirms kümmern.
Es wartet geduldig.

Ich habe sie außerdem gefragt, ob sie Der Schatten des Windes kennt.
Das Buch von Carlos Ruiz Zafón.
Sie hat es verneint.

Es ist nichts Dramatisches. Kein wirklicher Verlust. Und doch hat es mich traurig gemacht. Vielleicht, weil dieses Buch für mich mehr ist als eine Geschichte. Vielleicht, weil ich unbewusst gehofft hatte, dort verstanden zu werden, ohne erklären zu müssen. Manchmal reicht ein gemeinsames Buch, um sich weniger allein zu fühlen.

Heute Abend reicht es nicht.

28. Dezember 2025, 12:42 Uhr

Gestern habe ich nichts mehr gemacht, außer Blogger für mich anzupassen.
Es fehlen noch das Bild, das Profil, die Farben – sagt man Farbtemperatur? Styling. Erscheinungsbild. Layout. Aber ich hatte keine Lust, mich an Details aufzureiben. Für den Anfang muss es genügen.

Stattdessen habe ich mich mit dem Gewinnspiel beschäftigt. Das braucht Aufmerksamkeit. Es wird wichtig für mich. Reichweite entsteht nicht von allein, sie muss gedacht werden. Konkrete Ideen haben sich angedeutet, noch grob umrissen, noch unfertig. Die Feinplanung kommt später.

Heute Morgen, nach dem Aufstehen, mit Kaffee und Pfeife, während ich den Schlaf der Nacht aus dem Kopf vertrieb, kam mir eine neue Idee: Schreibwettbewerbe. Gibt es die überhaupt noch?

Eine kurze Anfrage bei Google. Tatsächlich: viele. Einige schon abgelaufen. Einer mit Einsendeschluss am 15.01.2026. Ich scrolle weiter und bleibe hängen.

MENSCH · MASCHINE · MASKERADE.

https://www.papierfresserchen.eu/anthologien/mensch-maschine-maskerade/ 

Maximal 12.000 Zeichen. Nicht Wörter. Zeichen. Fünf bis sechs Seiten.
Es spricht mich an. Auch deshalb, weil ich bereits zwei Kapitel in meinem Roman habe, grob umrissen – ein Roman über die Zukunft im Jahr 2070. Ein Buch im Buch. Das ließe sich ausbauen. Oder besser: herunterbrechen.

Seit etwa neun Uhr arbeite ich daran.
Und merke, wie schwer es ist, ein Buch, das im Kopf existiert, zu extrahieren und auf 12.000 Zeichen zu schrumpfen. Die Idee. Die Aussage. Die Dialoge. Die Bilder. Alles, was sonst Raum bekommt, muss jetzt verdichtet werden. Kürzer. Prägnanter. Worte, die alles sagen. Metaphern, die tragen, ohne zu erklären. Bilder, die im Kopf entstehen, müssen beschnitten werden, ohne ihre Wirkung zu verlieren.

12.000 Zeichen sind nicht viel.
Nicht für jemanden, der sonst keine Begrenzung kennt, der sich entfalten kann, ohne auf Wort- oder Zeichenzahlen zu achten. Vielleicht ist genau das der Punkt. Vielleicht ist es eine Übung.

Ich habe noch zwei Wochen Zeit. 

Samstag, 27. Dezember 2025

 27.Dezember 2025, 15:04

Ein neuer Tag. Ich habe gestern noch lange an einzelnen Absätzen gefeilt, aber irgendwann verschwammen die Worte, und es blieb nur noch ein fester Klumpen aus zusammenhanglosen Sätzen.

Heute Morgen hatte ich eine Idee, wie ich meine Reichweite erhöhen kann. Ich dachte an ein Gewinnspiel. Daran werde ich noch feilen.
Zuerst musste ich aber das WordPress-Abo bei Strato kündigen. Der Frust darüber, mit WordPress nichts Einfaches erstellen zu können, ließ mich meine Verzweiflung wieder in Google hineinhacken:

BLOG schreiben als Tagebuch, einfach und unkompliziert.

Eine einfache Frage. Google zeigte mir Blogseiten an, Seiten mit dem Schwerpunkt für Blogger.
Antworten:
Wie schreibe ich einen Blog?
Wie wird mein Blog erfolgreich?
YouTube-Tutorials. FAQs. Leitfäden. Kursangebote. Und vieles mehr.

Was sollte ich damit anfangen?

Kurzes Überlegen.
Beruhigen.
Einatmen.
Ausatmen.

Google. Ich benötigte eine Plattform für einen Blog.

Und die KI von Google schrieb wieder Infos, Tutorials, Erklärungen. Aber ganz unten auf der Seite ein Eintrag:
WIX Blog: Die 10 besten Blog-Plattformen 2026.

Und siehe da – unter den Top Ten: Blogger vom Don’t-be-evil-Konzern.
Warum nicht meine schon vorhandenen Login-Daten für diese Plattform benutzen?

Anklicken.
Anmelden.
Bestätigen, dass ich es wirklich bin.
Mit dem Handy bestätigen.

Und schon war ich drin.

Übersichtlich. Unkompliziert. Keine Komplexität.
In zehn Minuten war ich fertig.

Genau das, was ich gebraucht und gesucht habe.
Und die Erkenntnis, dass das Internet alles weiß – man muss nur die richtigen Fragen stellen.

Freitag, 26. Dezember 2025

26. Dezember 2025, 17:55 Uhr

Die E-Mail ist da. Die Aktivierung von WordPress ist erfolgt.
Ich melde mich an – und frage mich sofort: Was soll ich mit all diesen Funktionen? Ich möchte doch nur einen Blog wie ein Tagebuch führen.

Ich öffne das Chatfenster und hacke meine Fragen hinein. Ich will einfach ein Plugin, das ich auf meiner Seite hinzufüge, speichere und veröffentliche. Mehr nicht. Ich klicke mich durch die vielen Felder und bleibe ratlos zurück. Das schreibe ich auch in den Chat.

Die blauen Punkte erscheinen. Kurz darauf bekomme ich Screenshots geschickt und einen Link zu einem FAQ mit 212 Seiten: „Wie ein erfolgreicher Blog erstellt wird.“
Doch ich scheitere an meiner einfachen Idee. An den vielen Feldern, die ich nicht verstehe. An der Zeit, die ich nicht investieren möchte.

Im Chat eine weitere Frage: Wie setze ich das jetzt um?
Stille.
Keine blauen Punkte mehr, die anzeigen, dass eine Antwort kommt.

Was ist das für eine KI, mit der ich da schreibe?

Ich schließe den Chat. Klicke weiter, suche. Aber die fehlenden Begriffe, die in meinem Wortschatz nicht vorkommen, bringen mir keine Lösung. Nach 20 Minuten gebe ich auf.

Das Chatfenster öffnet sich erneut. Eine Antwort ist erschienen. Links, Screenshots, eine Beschreibung in grammatikalisch schlechtem Deutsch, die mich anleiten soll. Ich habe keine Lust mehr. Ich hacke ins Chatfenster, dass die KI, die sich Antonia nennt, wenigstens Deutsch beherrschen sollte, wenn sie mir schon am zweiten Weihnachtstag nicht helfen könne.

Ich wollte den Chat gerade schließen, da erscheinen die drei Punkte wieder.

„Tut mir leid, aber ich lerne gerade erst Deutsch.“

Habe ich gerade einen Menschen beleidigt und keine KI?
Die Antwort auf meine Frage, ob sie ein Mensch sei, wird mit Ja beantwortet.

Ich bedanke mich.
Und wünsche frohe Festtage.


 

26. Dezember 2025, 14:01 Uhr

Ich warte immer noch auf eine E-Mail von STRATO für die Aktivierung des „WordPressPlugInMonsterBlogToolWerkzeugsZusatzFunktionsMoped“.


Ich lese mein unfertiges, rohes Manuskript. Gestern habe ich viel geschrieben. Zu viel. Zu viele Füllwörter. Der Text ist aufgeblasen. Das Kapitel hat 2500 Wörter, aber durch die ewigen Wiederholungen und Erklärungen wirkt es ermüdend beim Lesen.

Und ich denke: Ein Tag voller Schaffen. Ein neuer Tag, um alles zu löschen, zu straffen, zu revidieren und zu überlegen – was wollte ich eigentlich in diesem Kapitel sagen?

Ich bleibe an Worten hängen. Frage mich, ob sie passen.
Nehme ich beschreiben, aufzeichnen, aufschreiben, skizzieren?
Welches passt in den Lesefluss und beschreibt die Szene, ohne sie zu erklären?

Soll ich den Satz markieren und später darauf zurückkommen und erst den Rest korrigieren? Aber was, wenn ich Bezug nehmen muss auf die aktuelle Szene? Was, wenn sich das falsch gesetzte Wort wiederholt, zu oft, unbemerkt, und sich durch das ganze Kapitel frisst?

Ich komme nicht weiter und komme doch genau dahin, wo Schreiben immer landet: an den Rand der Entscheidung, ob man loslässt oder festhält.

 

26. Dezember 2025, 12:21 Uhr

Ich warte auf die Aktivierung. 45 Minuten sind vergangen. Aber es hieß ja 24 Stunden, bis das Paket aktiviert wird. Ich kann keine zwei Sachen parallel erledigen – alles braucht meine komplette Aufmerksamkeit. Und da ich Zeit habe, suche ich in Google nach Infos, wie man einen Blog als Tagebuch führt: einfach, schlicht, unkompliziert.

Aber die Informationen sind zu viel. Sie erschlagen mich. Gebe ich den falschen Suchbegriff ein? Ich stamme aus den 80ern, aus einer Zeit, in der das Internet einfach war, übersichtlich, alles am Anfang stand. Bin ich alt geworden? Kapiere ich nichts mehr?

Ich möchte doch einfach eine Möglichkeit, ein Tagebuch zu führen. Gibt es das überhaupt noch?
Ich fixiere mich auf die Erweiterung meiner Homepage – ein Zusatz, eine extra Seite mit einer einfachen Funktion:
Login als Verfasser, schreiben, Rechtschreibprüfung, abspeichern.

Ich finde nichts. Nur Templates, Plugins, die ich nicht verstehe; zu komplex, nicht genau für meine einfachen Wünsche.

 

26. Dezember 2025, 11:37 Uhr

Ich habe heute zwei Stunden Zeit verschwendet, um meine Homepage bei Strato auf WordPress umzustellen, weil ich eine Idee für einen tagebuchähnlichen Blog hatte. Als eigene Seite. Unkompliziert. Einfach. Ohne sich durch hundert Menüs zu klicken. Aufrufen, wenn das Bedürfnis mich überkommt, etwas in die Welt zu schreien. Ob es jemand liest, ist einerlei. Aber es ist einfacher, als ein Blatt Papier zu finden, einen Stift, der schreibt – und dann ist die Idee schon wieder weg, der Gedanke entflohen, weil man mit Suchen und Finden beschäftigt war.

Und da ich sowieso zu dieser Jahreszeit am Computer sitze, war es für mich logisch.
Einfach in ihrer Schlichtheit.
Aber ich schweife ab.

Ich meldete mich an und fand: nichts. Diese unübersichtliche Welt von Strato. Also öffnete ich einen Chat, um meine Frage, meine Bitte, auf jemand anderen abzuwälzen. Und siehe da: am zweiten Weihnachtstag meldete sich prompt eine nette „Person“. Ich hackte meine Wünsche hinein. Roh. Brutal. Kurz. Knapp. Präzise. Ich wollte keine Zeit verschwenden. Ich wollte schreiben.

Die drei Punkte zeigten an, dass geschrieben wurde.
Ich bekam allgemeine, oberflächliche Informationen.
Wieder hackte ich meine Worte hinein. Mein Wunsch. Mein Ziel.

BLOG FÜR TAGEBUCHEINTRÄGE.

Es dauerte.
Dann: Sie brauchen das WordPress-Paket.

Ok.

Ich kaufte das Basispaket für 0 Euro, installierte es und wartete auf die Aktivierung. Maximal in 24 Stunden sei das Paket aktiviert. In denen ich an meinem Buch weiterschreiben konnte.
Ich schloss den Chat.

17. Februar 2026, 20:00 Uhr Die Koffer sind gepackt. Das Auto ist beladen. Morgen klingelt um 4:00 Uhr der Wecker. Was ich jetzt vergess...