Dienstag, 17. Februar 2026

17. Februar 2026, 20:00 Uhr

Die Koffer sind gepackt.
Das Auto ist beladen.

Morgen klingelt um 4:00 Uhr der Wecker.

Was ich jetzt vergesse,
soll nicht mit auf die Reise.

Dienstag, 17. Februar 2026, 12:38 Uhr

Sieben Tage nichts geschrieben.
Nichts ins Online-Tagebuch – aber in meinem neuen Skript. Es hat noch keinen Titel, keine Richtung, nur eine Aneinanderreihung einzelner Tage, die alles oder nichts bedeuten. Vielleicht sind sie nur Zeugnisse der jetzigen Zeit, um sie mit in die Zukunft zu nehmen. Vielleicht entsteht daraus etwas. Vielleicht verstauben sie im digitalen Nirwana.

Noch ein Tag.

Die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen. Es bleiben Kleinigkeiten, die man morgen früh nicht vergessen darf, wenn der Körper schon funktionieren muss, während der Geist noch im Schlaf hängt.

Gestern Abend kam Söhne des Schweigens aus dem Lektorat zurück. Die Kommentare sind hilfreich. Und freundlich. Vielleicht fange ich heute noch an, daran zu arbeiten. Das Exposé ist ebenfalls zur Durchsicht verschickt.

Heute ist es kalt. Regen bei drei Grad. Für morgen ist Schnee gemeldet. Im Allgäu schneit es bereits. Darauf freue ich mich am meisten: Berge, Schnee, frische kalte Luft. Sechs Wochen lang.

Ich versuche morgen gegen 4:00 Uhr aufzustehen und gegen 4:30 loszufahren. Ich will keinen Stress. Ich muss die Gegebenheiten auf der Straße berücksichtigen. Ich muss bis 12:00 dort sein.

Es wird ein langer Tag.
Mit wenig Nacht.

Dienstag, 10. Februar 2026

10. Februar 2026, 11:30 Uhr

Ich zwinge mich heute zum Schreiben. Die Entgiftung meines Körpers ist nach sieben Tagen fast abgeschlossen.

Gestern habe ich die Flucht ergriffen und bin in meine Schrauberhalle gefahren. Mein Auto hat seit Wochen einen defekten Sensor – das hat mich nicht weiter gestört, aber ich fahre seit einiger Zeit ohne Geschwindigkeitsanzeige und ohne ABS durch die Gegend. Für die lange Fahrt zur Kur möchte ich auf den Luxus eines funktionierenden Tempomats nicht verzichten. Und in einer schneereichen Gegend braucht man definitiv ein funktionierendes ABS.

Ich habe alles ruhig und problemlos auseinandergebaut – und dann festgestellt, dass das Teil nicht passt.

Also eine befreundete Werkstatt angerufen. Die passenden Teile kamen heute Morgen um 8:00 Uhr. Jetzt wird alles wieder zusammengebaut. Wenn es heute nicht fertig wird, mache ich es morgen. Immer Stück für Stück.

Im Moment bin ich hin- und hergerissen zwischen Freude und Aufregung. Habe ich an alles gedacht? Gibt es Dinge, die vor Ort meine Aufmerksamkeit brauchen werden? Aber was soll schon Schlimmes passieren?

Eigentlich bin ich auf alles vorbereitet.
Und die ungeplanten Dinge passieren sowieso – auch wenn ich nicht da bin.


Freitag, 6. Februar 2026

6. Februar 2026, 18:12 Uhr

Ich habe in den letzten Tagen nichts ins Online-Tagebuch geschrieben, weil ich mich innerlich schon auf meine Kur vorbereite – und weil ich diese Zeit ebenfalls in Tagebuchform festhalten möchte. Vorher. Und danach.

Die Literaturagentur g&e hat sich nach zwei Wochen noch nicht gemeldet. Es ist wie Schrödingers E-Mail: Solange ich mein spezielles Postfach am Tag noch nicht geöffnet habe, ist die Antwort gleichzeitig da – und nicht da. Ich hoffe, sie sehen das Potenzial von Das endliche Leben und nehmen es an. Aber zum Glück gibt es noch andere Agenturen, bei denen ich mein Glück versuchen kann.

Seit zwei Tagen habe ich außerdem eine leichte Erkältung. Gestern war es schlimm: laufende Nase, träger Geist, schlapper Körper. Nach einer langen, durchschwitzten Nacht folgte heute das volle Programm – Kopfschmerzen, Gliederschmerzen. Jetzt ist es kurz vor 18:00 Uhr, und seit etwa einer Stunde geht es mir merklich besser.

Ich habe eine intensive WPO-Spülung gemacht – sprühen, gurgeln, trinken in verdünnter Form. Der Körper braucht Energie, und die ausgeschwitzten Mineralien und Spurenelemente müssen zurück. Es hilft. Ich bin mir ziemlich sicher: Morgen bin ich wieder voller Kraft. Ganz ohne Pharmazeutika.

Manchmal reicht es, dem Körper zuzuhören.
Und ihm Zeit zu geben.

17. Februar 2026, 20:00 Uhr Die Koffer sind gepackt. Das Auto ist beladen. Morgen klingelt um 4:00 Uhr der Wecker. Was ich jetzt vergess...